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Tibetische Lebensart

Die Lebensart der Tibeter hat sich über zwei wesentliche Aspekte ihres Umfeldes entwickelt. Dabei handelt es sich um die abgeschiedene Höhenlage am Fuße des Himalaya einerseits und andererseits um den Glauben der Tibeter, den tibetischen Buddhismus.

Auch, wenn sich in der heutigen Zeit noch andere Wirtschaftszweige als die Landwirtschaft entwickelt haben, die wahrscheinlich auf auf längere Sicht einen Einfluss auf die tibetische Lebensart haben werden, ist die Mentalität dieses Volkes noch davon geprägt, dass sie lange Zeit Nomaden waren und auch heute noch große Teile der Bevölkerung ein Nomadendasein führen. Durch das raue Klima bedingt, bietet die Landwirtschaft eher karge Möglichkeiten der Ernährung, was der Bescheidenheit dieses Volkes entspricht, dessen Mentalität in erster Linie auch heute über seine Religion, den tibetischen Buddhismus grundlegend geprägt ist. Es ist der Glaube, der die Lebensart der Tibeter hervor gebracht hat und immer noch sehr stark beeinflusst. Dieser Einfluss drückt sich in der Literatur aus, die weitestgehend religiös ist und noch kaum von westlichen Einflüssen durchdrungen wurde und ebenso in der tibetischen Heilkunst, die anders als im Westen überwiegend homöopathischer Natur ist, Kräuter und Wasseranwendungen spielen eine große Rolle, Energiepunktmassagen und zur Diagnose genaues Beobachten der körperlichen Beschwerden. Nur in der Musik findet man neben der sakralen Musik, die im Westen bekannter ist, auch volkstümliche Lieder, die auch ihren Anteil an der tibetischen Lebensart haben. Die durch den Glauben geprägte tibetische Lebensart fesselt die Besucher dieses Landes vor allen Dingen durch die Sanftmut und Gewaltlosigkeit, die den Lehren des tibetischen Buddhismus entsprechen. Von Anfang an unterweisen die Lamas ihre Schüler darin, dass Entsagung, Mitgefühl und Güte wichtige Tugenden sind, die über allen anderen stehen. Gläubige Tibeter beten sogar für ihre Feinde und finden so zu mehr Weisheit, innerer Heiterkeit und einem sehr ausgeprägten Mitgefühl für ihre Mitmenschen und alles, was lebt.