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Tibet ein Land voller Kultur und Tradition

tibet In Tibet, dem in Zentralasien liegenden weitläufigen Hochland, sind Kunst und Kultur eng miteinander verwoben. In zahlreichen Volksfesten Tibets spiegeln sich Kultur und Brauchtümer des Landes wieder.

Mit dem tibetischen Neujahrsfest, der bedeutendsten Festivität der Tibeter, wird ein symbolischer Neuanfang des Lebens zelebriert. Das Saga Dawa Fest, das dem Kalender Tibets nach am 15. Tag des vierten Monats stattfindet, ist Buddhas Geburt, seinem Tod und seiner Erleuchtung gewidmet.

Beim Shoton Fest wird Buddha zu Ehren eine Großzahl an Aufführungen verrichtet. Die Kultur Tibets lässt sich in der Literatur ebenso wieder finden, wie im Ausdruck traditioneller landestypischer Musik. Zu den eindrucksvollen Kunstwerken Tibets zählen die Thangkas. Die zum tantrischen Buddhismus gehörenden Rollbilder werden zur Meditation verwendet und zeigen unter anderem Abbildungen von Schutzgottheiten, Bodhisattvas, Buddhas und verschiedenen Lamas. Mandalas im tibetischen Buddhismus versinnbildlichen auch die Vergänglichkeit allen Seins. Dies wird dargestellt, indem das Kunstwerk, das bis zu seiner Fertigstellung mitunter viele Wochen Arbeit in Anspruch nahm, wieder zerstört wird. Zu den Kunstwerken Tibets gehören ebenfalls die Buddha-Statuen, die eine große Formenvielfalt entwickelt haben. Zumeist sind sie eine idealisierte Darstellung des Buddhismus Begründers Siddhartha Gautama. Andere Formen, die den Religionsstifter symbolisieren, sind beispielsweise die Lotusblüte, der Bohdi-Baum, das Rad oder auch Fußabdrücke.

Auf zahlreiche Denkmäler wird der Besucher bei einer Reise durch Tibet treffen. Das Jokhang-Kloster, das sich in der Altstadt von Lhasa befindet, wurde – der Legende nach – von der Prinzessin Bhrikuti in den Jahren von 639 bis 653 erbaut. Die Bewohner Tibets sind angehalten, dieses Zentralheiligtum mindestens einmal im Leben während einer Pilgerreise zu besuchen. Die Ruinen von Guge, ein aus dem 11. Jahrhundert stammendes und nicht mehr existierendes Königreich im Westen Tibets, sind heute noch zu besichtigen. Zu Zeiten der Ming-Dynastie entstand das Landgut Nanseling. Es befindet sich in der Gemeinde Chanang und umfasst neben Festungsanlagen und Gefängnissen auch Mühlen, Pferdeställe, Webereien und Färbereien.